Die Erben

 

Präambel

Lasst uns mit einer angemessenen Warnung beginnen: Manche Dinge muss man beim Namen nennen und der Gegenstand des ersten Teils dieses Testaments gehört dazu. Durch die Beeinflussung durch die Welt werden die Menschen darauf konditioniert, sich von allem, was Schmerzen bereitet – seien es physische, emotionale, geistliche oder gar existentielle Schmerzen – schnell abzuwenden, dabei sollte uns menschliches Leiden näher zu Gott führen. So hilft z.B. das nagende Gewissen einem Menschen, zur Buße zu gelangen; wer jedoch gewohnheitsmäßig alles wegschiebt, was sich irgendwie nach "negativer Energie" anfühlt, läuft am Ende vor der einzigen Sache weg, die ihn hätte retten können.

Darum umgürtet eure Lenden und stärkt euren Verstand, seid nüchtern und setzt eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der Offenbarung Jesu Christi. (1 Petrus 1,13)

Dieses Testament ist für diejenigen unter den Lebenden gedacht, die die Wahrheit wissen wollen, koste es, was es wolle; und es ist für jene von den Toten bestimmt, die gemäß ihrer damaligen gegenwärtigen Wahrheit lebten. Wenn Sie nicht in eine dieser Kategorien gehören, dann ist dieses Testament nicht für Sie bestimmt und Sie sollten Ihren Frohsinn nicht weiter mit dieser Lektüre belasten.

Dies ist unser letztes großes Werk der Schriftlegung. Es ist unser letzter Wille bzw. unser Testament. Der erste Abschnitt definiert die beteiligten Parteien. Dort werden wir als das ausgewiesen, was wir sind: die Erblasser. Es wird aufgezeigt werden, wie wir unser Testament am Ende unterzeichnen werden. Dort wird dargelegt, wer die Begünstigten sind, wer die einzigen rechtmäßigen Erben dieses Vermächtnisses sind und es schließt sogar eine bestimmte Gruppe aus, die eindeutig nicht zu den Berechtigten zählt. Dies ist von besonderer Wichtigkeit, weil eine Person genau wissen soll, ob er/sie zum Erbschaftantritt qualifiziert ist oder nicht. Dieser Abschnitt wird aufzeigen, wer die 144.000 der Offenbarung in Wahrheit sind.

In Abschnitt 2 wird das Testament selbst erklärt – nämlich der ewige Bund, den Gott mit der Menschheit geschlossen hat – und es werden die Gründe dargelegt, warum wir in der Tat die rechtmäßigen Inhaber dieses Bundes sind und dass wir die Testierfähigkeit (im juristischen Sinne) besitzen, dieses Testament zu verfassen. Keine dritte Partei kann das vermitteln, was wir den Erben hinterlassen.

Abschnitt 3 behandelt das Vermächtnis, das an die Erben übertragen wird. Es umfasst die riesige geistliche Schatzkammer, gefüllt mit Edelsteinen, kostbaren Erzen, Perlen und allen Arten von Juwelen und enthält – was gewisslich für die Erben besonders tröstlich sein wird – die Uhr ihres wahren Vaters, die einzigartige Großvater-Uhr aller Uhren, deren beruhigendes Tick-Tack und angenehmes Glockenspiel sie an ihre angestammte Heimat erinnern wird. Sie trägt eine ganz persönliche Gravur nur für sie. Diese göttlichen Gaben sind den Erben zum Trost und als geistlicher Unterhalt gegeben, gleichwie Gold, Weihrauch und Myrrhe für Jesus und Seine Familie als Lebensunterhalt während ihres Aufenthalts in Ägypten dienten.

Der vierte und letzte Abschnitt baut auf den Elia-Zeichen auf und legt dar, wie der göttliche Notar die Unterschriften der Erblasser bezeugt und dieses Testament mit dem offiziellen notariellen Siegel versieht. Es wird offengelegt, wer der Notar ist und welche fälschungssicheren Merkmale Sein Siegel aufweist. Trotz all der Ungewissheit unserer Tage können diejenigen, die in diesem Testament bedacht sind, versichert sein, dass es für die Zulassung im höchsten Gericht des Universums zertifiziert worden ist. Es beinhaltet alles Erforderliche, dass die Erben die nötigen Rationen für den Rest ihrer Reise auf Erden und darüber hinaus auch ihr himmlisches Erbteil erhalten.

Abschnitt 1: Die Erben

Im Leben eines jeden Menschen kann es zu einer geistlichen Krise kommen, wenn er sich alleine, verletzt und verwundbar fühlt, und was er dann braucht, ist der Balsam von etwas Vertrautem, von etwas Trostspendendem und Vertrauenswürdigem in einer Welt, die Gottes Gesetze verlassen hat und die plötzlich entsetzlich kalt und bedrohlich geworden ist. Vielleicht fühlt er sich dann, als ob er langsam wieder zu Bewusstsein kommt – als ob er aus einem Koma oder dem Todesschlaf erwachen würde – und er fragt sich, wer er ist, wo er sich befindet, wie viel Zeit vergangen ist und was geschah, während er bewusstlos war. Alles um ihn herum hat sich verändert, der Trost und der Schutz derer, die sich einst um ihn besonders sorgten – vielleicht mehr als ihm bewusst war – ist entschwunden und er wünscht sich einfach nur alles zurück.

Eine solcher Mensch steckt in einer Lebenskrise. Er bräuchte dringend Rat und Hilfe, aber er weiß auch, dass es eine größere und persönlichere Sache ist als alles, was irgendjemand jemals verstehen könnte. Verzweifelt ruft er Gott an, weil er weiß, dass es nur den EINEN gibt, der ihm helfen kann – der Große Tröster, der allmächtige Ratgeber selbst. ABER WO IST ER? Wo sollte Er in einer Welt, in der der Heilige Geist betrübt wurde und sich von ihr zurückgezogen hat, zu finden sein?

Wiederum sah ich alle, die Unrecht leiden unter der Sonne, und siehe, da waren Tränen derer, die Unrecht litten und keinen Tröster hatten. Und die ihnen Gewalt antaten, waren so mächtig, dass sie keinen Tröster hatten. Da pries ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr als die Lebendigen, die noch das Leben haben. Und besser daran als beide ist, wer noch nicht geboren ist und des Bösen nicht innewird, das unter der Sonne geschieht. (Prediger 4,1-3)

Wir können die Gründe für solche Erfahrungen gut nachvollziehen. Deshalb haben wir durch das Verfassen dieses Testamentes für die Bedürfnisse solcher Personen vorgesorgt. Aber natürlich nicht nur wir, sondern Gott plante für diese Menschen im Voraus, indem Er zu uns sprach und uns in Bezug auf ihre Nöte unterrichtete, so dass wir als weise Haushüter diesen speziellen Rat für diejenigen bereitstellen konnten, die ihn in ihrer großen Not besonders bedürfen würden. Wir waren die Empfänger des Heiligen Geistes im Spätregen gewesen und tragen diese Botschaft in die Welt; und es ist Sein Trost und Ratschlag, den wir verkündigen. Es ist das Vermächtnis des Heiligen Geistes und von uns für diejenigen, die noch kommen werden, besonders für die Zeit ihrer Not.

Es ist häufig der Fall, dass die Erben diejenigen nicht zu schätzen wissen, die ihnen ein Erbe hinterlassen, geradeso wie der fleischliche Mensch die Liebe Gottes nicht gleich zu schätzen weiß. Sie betrachten Gott in einem negativen Licht und verstehen nicht, dass Seine Vorhaltungen zu ihrem eigenen Nutzen gewesen sind, bis endlich – im Lichte des Kreuzes – der Sünder die volle Tragweite seines Handelns auf seinem eigenen Weg begreift und vielleicht zu spät erkennt, dass der Heilige Geist im Wissen flehte, dass Jesus — das Herz der unendlichen Liebe — die Kosten der Sünde auf sich genommen hat und Sein Opfer nur akzeptiert werden muss. Im Vollbringen des einzigartigen Opfers am Kreuz hat Jesus Seinen geistlichen Erben ein Vermächtnis hinterlassen, das die tiefste Hingabe zur Rechtschaffenheit und den größten Abscheu gegenüber der Sünde erwecken sollte. Dann geschieht es, dass die Liebe im Herzen eines reuigen Sünders erwacht, aber der hohe Preis ist bereits bezahlt worden.

Denn wo ein Testament ist, da muss der Tod dessen geschehen sein, der das Testament gemacht hat. Denn ein Testament tritt erst in Kraft mit dem Tode; es ist niemals in Kraft, solange der noch lebt, der es gemacht hat. Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut gestiftet. (Hebräer 9,16-18)

Die Kosten sind fühlbar. Die menschliche Familie wurde seither nicht mehr durch die persönliche Anwesenheit des Wohltäters selbst beehrt. Dennoch konnte diese Tragödie durch die Macht Gottes zum Sieg gewendet werden. Unser auferstandener Herr zählt alle mit zerbrochenen Herzen zu den Seinen und gibt das Geschenk des Heiligen Geistes als Zusicherung ihres ewigen Besitztums in die Hände derer, denen vergeben wurde.

welcher ist das Unterpfand unsres Erbes, zu unsrer Erlösung, dass wir sein Eigentum würden zum Lob seiner Herrlichkeit. (Epheser 1,14)

Als Erben der Gabe Gottes durch Jesus Christus haben wir fleißig gearbeitet und waren stets entgegen allen Widrigkeiten bemüht, Seinen Glauben zu ergreifen, wie es geschrieben steht:

Ihr Lieben, da es mich drängt, euch zu schreiben von unser aller Heil, halte ich's für nötig, euch in meinem Brief zu ermahnen, dass ihr für den Glauben kämpft, der ein für alle Mal den Heiligen anvertraut ist. (Judas 1,3)

Da wir uns dem Ende unseres Werkes auf Erden nähern, ist es für uns nun angebracht, die Frucht unseres Werkes den nach uns verbleibenden Erben zu weihen, wie es Christus mit dem unvergänglichen Vermächtnis getan hat. Gleichwie der Trost, den vertrauten irdischen Besitz eines geliebten Menschen zu verwalten und die ökonomische Sicherheit, ein Erbe in einer Zeit der Krise zu empfangen – obwohl natürlich nichts den Verlust des fortgegangenen Geliebten wettmachen könnte –, so sollen diese Seiten deine Bedürfnisse decken und für deinen geistlichen Unterhalt in der Zeit der Trübsal vorsorgen. Sie repräsentieren die irdische Vorauszahlung des himmlischen Erbbesitzes.

Viele, die aus ihrem Schlaf erwachen, werden sich vermutlich fragen, was mit der Welt geschehen ist. Zusammengefasst könnte man sagen, dass eigentlich das schlimmste mögliche Szenario eingetreten ist: Die Welt hat sich selbst völlig unter das Regiment des Teufels gestellt und hat sich selbst gänzlich vom Fundament des Gesetzes Gottes losgelöst. Infolgedessen bricht die ganze Hölle los (im wahrsten Sinne des Wortes) und wir erwarten, dass sehr bald die Gerechtigkeit in allen Bereichen auf dieser Welt ausgerottet sein wird. Die letzten Märtyrer werden gestorben, die Gnade Gottes wird verflossen und die Zornesschalen werden vollständig gefüllt sein. Es wird keinen fruchtbaren Boden mehr für den Samen des Evangeliums geben. Nirgends kann es mehr Wurzeln schlagen. Männer und Frauen des Glaubens werden auferstehen und den Schrecken ihrer schlimmsten Albträume vorfinden: Eine von Gott völlig verlassene Welt, die vollkommen intolerant gegenüber jedem ist, der nicht dem Ansturm der Ausschweifung erliegt. Deshalb haben wir sorgfältig für jene vorausgeplant, um ihnen mit dieser Hinterlassenschaft zu helfen.

Die Erbschaftsvoraussetzungen

Checkliste In dieser Zeit der geistlichen Krise ist es wichtig, dass die Erben eindeutig identifiziert werden. Viele werden verwirrt sein, weil sie erwartet hatten, bei ihrer Auferstehung Jesu liebliches Lächeln vorzufinden, aber nun feststellen müssen, dass sie sich in einer grausamen und hasserfüllten Welt wiederfinden. Manche werden geglaubt haben, mit dem Herrn gewandelt zu sein, doch plötzlich sind sie mit Umständen konfrontiert, die in ihnen ein Gefühl der Verlorenheit wecken werden und ganz ohne Kompass und Richtung zu sein. Wir können gut nachvollziehen, warum sie sich so fühlen werden! Deshalb haben wir für sie dieses Zeugnis als Leitfaden vorbereitet.

Niemand muss dann darüber informiert werden, dass die Dinge schrecklich falsch gelaufen sind – jeder kann das selbst erkennen –, aber wir sind hier, um den Erben dieser Bewegung zu helfen, sich selbst und ihre Berufung wiederzufinden: sie sollen verstehen können, was schiefgelaufen ist und wie man richtig damit umgeht. In erster Linie müssen wir ihnen helfen zu verstehen, dass sie wahrhaft berechtigte Erben des ewigen Bundes sind. Jesus legte die grundlegenden Voraussetzungen mit sehr einfachen Worten im Buch der Offenbarung fest, wo Er jeder der sieben Gemeinden, die durch die sieben Leuchter symbolisiert werden, spezifische Ratschläge gibt.

Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. Und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter und mitten unter den Leuchtern einen, der war einem Menschensohn gleich, der war angetan mit einem langen Gewand und gegürtet um die Brust mit einem goldenen Gürtel. Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden. (Offenbarung 1,12-13.20)

Jedes der sieben Sendschreiben beschreibt einen geistlichen Zustand, der jeweils eine bestimmte Gruppe von Menschen repräsentiert. Jeder Mensch kann einen Selbsttest durchführen, um zu bestimmen, zu welcher Gruppe er gehört, indem er die folgende Frage beantwortet: „Welche der sieben Gemeinden entspricht meinem eigenen geistlichen Zustand?“ Diese Ermittlung ist wichtig, denn Jesus gibt fallbezogene individuelle Ratschläge. Es spielt keine Rolle, ob man sich von Dunkelheit umgeben fühlt; aber es ist sehr wichtig, rasch und ohne zu zögern, dem Licht zu folgen.

Die Zeit läuft ab Die Dringlichkeit ist auf das bevorstehende nahe Ende der Gnadenzeit beim Klang der sechsten Posaune zurückzuführen, was wir etwas später näher betrachten werden. Das Wichtigste in Bezug auf die Feststellung der Berechtigung zu diesem Vermächtnis ist, ob jemand dieses Schriftstück vor oder nach der Beendigung der Gnadenzeit liest. Die Thematik der Buße und Umkehr bezieht sich auf jene, die das Testament vor dem Ende der Bewährungszeit lesen – und von daher kommt auch die Dringlichkeit. Diejenigen, die es erst später lesen werden, verspüren ein anderes Bedürfnis: nicht das zur Umkehr (denn das müssen sie schon vorher getan haben, weil es nun nicht mehr möglich sein wird), sondern ein Bedürfnis nach Führung und Kraft, damit sie nicht fallen werden!

Liest du dieses Testament vor oder nach der sechsten Posaune vom 3. Juni 2018? Wenn du es vorher liest, dann sind für dich die folgenden Abschnitte betreffs der Buße und Umkehr besonders maßgeblich.

Jesus ist mit Seinem Volk und steht in dessen Mitte. Die Gemeinde hat den Auftrag, der Welt SEIN Licht zu geben, und Er gibt ihr Ratschläge und Tadel, um dies tun zu können. Er kennt jeden einzelnen und Er meint es sehr ernst, wenn Er um Buße bittet. Hör auf Seine Worte, die Er an die Gemeinde von Ephesus richtet! Nach der Hervorhebung ihrer guten Eigenschaften, zeigt Er auf ihre Fehler und sagt:

Denke nun daran, aus welcher Höhe du gefallen bist, und tue Buße und tue die ersten Werke! Wenn aber nicht, werde ich über dich kommen und deinen Leuchter wegstoßen von seiner Stätte – wenn du nicht Buße tust. (Offenbarung 2,5)

Denke daran, dass der Leuchter die Gemeinde selbst repräsentiert und wenn Er ihren Leuchter wegstößt, dann bedeutet das, dass ihre Angehörigen nicht als Erben Seines Nachlasses betrachtet werden können. Die Gemeinde von Ephesus dient hier nur als Beispiel – je nachdem, durch welche gerügte Gemeinde der geistliche Zustand einer Person beschrieben wird, diese Person muss umkehren und sich von der genannten Sünde abwenden, oder sie wird das Licht verlieren und in der Finsternis bleiben, und verliert letztlich auch den Anspruch auf die in diesem Testament beschriebenen Segnungen.

Lasst uns das Beispiel der Gemeinde von Ephesus noch etwas tiefer betrachten. Diejenigen, die geduldig ihre Werke tun und ein gutes Urteilsvermögen haben, aber ihre Beziehung zu ihrer ersten Liebe verloren haben, werden durch Ephesus charakterisiert. Wenn sie ihren Zustand nicht erkennen und bereuen, sind sie keine Berechtigten gemäß den Bestimmungen dieses Bundes.

Anweisung für den Selbsttest:

Studiere bitte selbst die sieben Gemeinden in Offenbarung 2 und 3.

Welche Gemeinde (oder auch mehrere) beschreibt die geistliche Krise, in der du dich befindest?

Befolgt eine Person Jesu Rat und tut Buße in den von Ihm aufgezeigten Punkten, dann ändert sich ihr geistlicher Zustand und sie findet Eingang in eine andere Gemeinde, die ihrem NEUEN geistlichen Zustand entspricht. Zwei der sieben Gemeinden sind in den Augen Jesu ohne Tadel und deshalb sollte es das Ziel jedes Erben des Heils sein, zu diesen Gemeinden zu gehören: Smyrna und/oder Philadelphia. Jesus tadelt sie nicht. Er ermutigt sie einfach, treu zu bleiben und festzuhalten, was Er ihnen bereits gegeben hat.

Gemeinde Die beiden Gemeinden – Smyrna und Philadelphia – repräsentieren den geistlichen Zustand unterschiedlicher Menschen, an die Jesus keinen Tadel richtet. Diejenigen, die von ihrem geistlichen Zustand, wie er von den anderen Gemeinden repräsentiert wird, umkehren, werden Teil einer dieser beiden Gemeinden. So werden all jene, DIE ÜBERWINDEN, letztlich von einer der beiden untadeligen Gemeinden charakterisiert.

Jeder zukünftige Erbe möge ernstlich seine Hausaufgaben zur Reformierung der Bereiche seines Lebens machen, die Jesus ihm aufzeigt. Diejenigen, die Seinem Rat solange gefolgt sind, bis sie ohne Tadel vor Ihm stehen können, werden errettet. Das sind wichtige Fragen, die jeder für sich beantworten muss, denn wenn eine Person nicht das ihrige getan hat, um die Bedingungen für das Vermächtnis zu erhalten, wird sie auch keinen Anteil daran haben können. Das Erbe ist nur für diejenigen, die Smyrna und/oder Philadelphia angehören. Um den Erben zu helfen, werden wir kurz die Voraussetzungen für den Beitritt zu beiden qualifizierten Gemeinden skizzieren – und es sollte die höchste Priorität der Erben sein, diesen Anforderungen zu entsprechen, da ihre Identität als Erbberechtigte vor Erbantritt gemäß diesem Testament bestätigt werden muss, wie später noch erläutert wird.

Die Gemeinde von Philadelphia

Die Hoffnung aller Gläubigen ist es seit jeher, den Erlöser in all Seiner Schönheit zu sehen und an der Herrlichkeit Seines ewigen Reiches teilhaben zu dürfen. Das ist das Privileg derer, die zur geistlichen Gemeinde von Philadelphia gehören.

Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlüssel Davids, der auftut, und niemand schließt zu, und der zuschließt, und niemand tut auf: Ich kenne deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine Tür aufgetan, die niemand zuschließen kann; denn du hast eine kleine Kraft und hast mein Wort bewahrt und hast meinen Namen nicht verleugnet. Siehe, ich werde einige schicken aus der Versammlung des Satans, die sagen, sie seien Juden, und sind's nicht, sondern lügen. Siehe, ich will sie dazu bringen, dass sie kommen sollen und zu deinen Füßen niederfallen und erkennen, dass ich dich geliebt habe. Weil du mein Wort von der Geduld bewahrt hast, will auch ich dich bewahren vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird über den ganzen Weltkreis, zu versuchen, die auf Erden wohnen. Ich komme bald; halte, was du hast, dass niemand deine Krone nehme! Wer überwindet, den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines Gottes, und er soll nicht mehr hinausgehen, und ich will auf ihn schreiben den Namen meines Gottes und den Namen der Stadt meines Gottes, des neuen Jerusalem, das vom Himmel herniederkommt von meinem Gott, und meinen Namen, den neuen. Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt! (Offenbarung 3,7-13)

Wir wandelten unter jenen von Philadelphia. Der Schlüssel Davids[1] ist einer der Schätze, die in diesem Erbe enthalten sind. Wir traten durch die offene Tür und das ist der Grund, weshalb wir heute hier sind und das Erbe weiterzugeben haben. Unser Glaubensweg ließ uns die Erfahrung der Gemeinde von Philadelphia – der brüderlichen Liebe – zuteilwerden, derer, die lieber ihre eigene Existenz opfern würden, als einen verlorenen Bruder für immer zugrunde gehen zu lassen. Es ist die Art von Liebe, die Jesus zeigte, als Er in den ewigen Bund mit der Menschheit eintrat, der mit Seinem eigenen Blut unterzeichnet wurde und der Seine Verpflichtung, auch wenn es Ihm selbst schade, verdeutlicht. David fragt:

HERR, wer darf weilen in deinem Zelt? Wer darf wohnen auf deinem heiligen Berge? Wer seinen Eid hält, auch wenn es ihm schadet; (Psalm 15,1.4)

Das ist die brüderliche Liebe; die Basis des Vermächtnisses, das wir hinterlassen. Dabei handelt es sich um einen Eid, den wir nach dem Vorbild Jesu zu unserem eigenen Nachteil leisteten. Erst wenn eine Person diese Art von Liebe für irrende Geschwister entwickelt hat, kann sie zu Philadelphia gehören.

Jesus hat versprochen, solche vor der Stunde der Versuchung – dem Jahr der Vergeltung und der Plagen – zu bewahren, die über den ganzen Erdkreis kommen wird, um die zu versuchen, die auf Erden wohnen. Das kann – je nach Kontext – unterschiedliche Dinge bedeuten. Diejenigen von uns, die die Erfahrung von Philadelphia im Glauben gemacht haben, kann Gott buchstäblich davor bewahren, durch die Plagen zu gehen. (Das wird in einem späteren Abschnitt erklärt und du wirst sehr lebhaft im letzten Teil dieser Serie sehen, wie Er das mit Seinem notariellen Siegel bestätigt.) Wir und diejenigen, die mit uns auf dem Berg Chiasmus[2] waren, zeigten den Charakter der Gemeinde von Philadelphia, als wir offiziell unsere Absichten im Namen der verlorenen Geschwister erklärten: [3]

DESHALB ERKLÄREN WIR HIERMIT OFFIZIELL, damit es die ganze Welt lesen kann, DASS WIR AM MITTWOCH, DEN 19. OKTOBER 2016, JESUS – der bereits Seinen Fürsprachedienst beendet hatte, der bereits das Allerheiligste verlassen hatte und sich bereits auf dem Weg zur Erde befand, – BATEN, JETZT NOCH NICHT ZU KOMMEN UND DASS DER VATER AN SEINER STELLE EINE WEITERE GROSSE AUSGIESSUNG DES HEILIGEN GEISTES SENDEN WÜRDE, damit der Laute Ruf, den die Gemeinde der Siebenten-Tags-Adven tis ten hätte anstimmen sollen, für den Zeitraum einer weiteren himmlischen Stunde (was sieben irdischen Jahren entspricht) wiederholt werden könne.

Diejenigen, die an dieser Entscheidung teilnahmen – oder zumindest den Geist unserer Erfahrung nachträglich aufgriffen – und im Glauben standhaft blieben, sind qualifiziert, Mitglied der Gemeinde von Philadelphia zu sein, mit einem großen Vorbehalt, der im nächsten Abschnitt dargelegt wird.

Diejenigen, die sich mit der Gemeinde von Philadelphia identifizieren, weil sie das Wort Seiner Geduld bewahrt haben, indem sie um die Aufschiebung der Wiederkunft Jesu baten, bleiben noch in dieser Welt und müssen sich immer noch vor der Gefahr in Acht nehmen, ihre Krone, die sie bereits erhalten haben, nicht wieder zu verlieren. Sie haben dies zu ihrem eigenen Nachteil geschworen (bzw. darum ersucht), aber das Versprechen an die Überwinder ist, dass sie einen festen Platz in der Heiligen Stadt haben werden und mit dem dort beschriebenen Siegel versiegelt werden. [4]

Was geschah, als Du ruhtest?

Es gibt eine wichtige, fundamentale Wahrheit, die dir helfen wird, alles klarer zu verstehen: Gott hatte einen „Plan A“, dementsprechend die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten die Prophezeiungen der Endzeit erfüllen sollte – ein Plan, dem wir als ihr Überrest bis zum Ende folgten, während die Kirche selbst Schiffbruch ihres Glaubens erlitt. An dessen Ende flehten wir zu Gott, wie oben beschrieben, und Er gab uns Plan B zur Antwort. Gott kannte alle Möglichkeiten im Voraus; es war keine Überraschung für Ihn, aber zugleich zwingt Er niemanden gegen seinen freien Willen; Er erlaubt uns, Entscheidungen zu treffen und als Könige und Priester Gottes durften wir unser Bittgesuch vor Ihn bringen.

Zeitlinien Sobald du verstanden hast, dass es zwei Alternativen – zwei alternative Realitäten – gab, von denen eine von der Menschheit (und vor allem von dem ehemaligen Volk Gottes, der Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten) gewählt werden konnte, kannst du anfangen, die Dinge in ihrem richtigen Kontext zu begreifen. Manches hätte in Plan A zur Realität werden können, während andere Dinge nun in Plan B tatsächlich zur Realität geworden sind – aber in jedem Fall bleibt das Wort Gottes wahr, denn Er ist allwissend.

Was ich über unsere Erfahrung in der Gemeinde von Philadelphia geschrieben habe, wurde im Glauben gemäß der Zeitlinie von Plan A durchlebt. Wir folgten ihr den ganzen Weg den Absichten Gottes für die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten entsprechend bis zu ihrem Abschluss. Entlang des Weges hörten wir nur sanfte Töne der Posaunen und die Plagen wurden nur in kleinen Tropfen ausgegossen – weil sie nur Schatten von Ereignissen aus einer Wirklichkeit waren, die sich nicht vollkommen realisieren konnte. Grund dafür war das Versagen der Adventisten-Gemeinde. Sie wollte nicht mit Gott zusammenarbeiten, um das Werk auf Seine Weise und gemäß Seiner Zeitpläne und mit den von Ihm erwählten Werkzeugen zum Abschluss zu bringen. Wir sahen und erlebten im Glauben, was geschehen wäre, wenn die Kirche treu geblieben wäre; und am Ende belohnte Gott unseren Glauben, indem Er uns – dem treuen Überrest des Überrestes – den ewigen Bund übergab, obwohl wir nur sehr wenige waren.

Während wir unsere Blicke auf Jesus gerichtet hielten und dem Wechsel der Pläne folgten, erlebten wir so etwas wie einen Paradigmenwechsel in eine neue Realität mit unterschiedlichen Zeitlinien. In der neuen Realität erklingen die Posaunen sehr laut und die Plagen werden gewiss ohne Maß ausgegossen werden. Das Verständnis der Existenz von Plan A und Plan B ermöglicht es dir, das große Bild in einer harmonischen Weise zu erkennen. In Seiner weisen Voraussicht hatte Gott die ganze Zeit über Vorkehrungen für Plan B getroffen, für den Fall, dass Sein wahres Volk um seine Ausführung bitten würde – und wir haben es getan. Im zweiten Teil dieser Serie wirst du sehen, wie das alles in der Heiligen Schrift geschrieben steht.

Deshalb erlebten wir zwei Zeitverkündigungen: Die erste Zeitverkündigung kündigte das Kommen Jesu entsprechend der Zeitlinie in Plan A an und die zweite Zeitverkündigung kündigt nun das Kommen Jesu gemäß der Zeitlinie in Plan B an. Die erste Zeitverkündigung gehörte zu einer Wirklichkeit, die für viele Menschen nicht vollständig zustande kam, während die zweite Zeitverkündigung – die auf der ersten aufbaut – die gegenwärtige Realität betrifft, mit der Absicht, mehr Menschen zu erreichen.

Die zwei Zeitverkündigungen

Leider hat die Welt bereits den Umkehrpunkt auf dem Weg zur Selbstzerstörung verpasst, indem sie Gottes Entwurf für die Ehe, welche die Grundlage der menschlichen Gesellschaft ist, aufgegeben hat. Mit der Aufrichtung der gleichgeschlechtlichen Ehe und aller mit ihr verbundenen Entartungen untergräbt die Welt sich selbst und das bedeutet, dass mehr Zeit in der gegenwärtigen Lage der Dinge nur noch größere Dunkelheit bringt. Am Anfang erschuf Gott alles in perfekter Weise, aber Satan (in Form der Schlange in Eden) brachte die Sünde in die Welt und arbeitet seither an seiner totalen Vorherrschaft (Zerstörung) über den gesamten Planeten – und er hat sein Ziel fast erreicht. Überall herrscht Dunkelheit und das Licht der Wahrheit ist fast vollständig ausgelöscht. Die Natur und das Leben selbst hängen in der Schwebe. Die letzten zwei Leuchter, die ihr Licht auf die Welt werfen, sind jene, von denen wir sprechen – Philadelphia und Smyrna. Diese beiden werden durch dieses Testament repräsentiert. Deshalb ist es für die Erben dieses Vermächtnisses unerlässlich, sich mit einer dieser beiden Gemeinden zu identifizieren, damit dieses Testament für sie von Nutzen sein kann.

Die Pflichten, die mit dem Antritt dieses Vermächtnisses verbunden sind, wiegen schwer. Seine Erben sind die letzte Hoffnung gegen die vorherrschende Dunkelheit. Wenn sie fahrlässig handeln, wird Satan den großen Kampf gewinnen und die Dunkelheit wird schließlich das gesamte Universum verschlingen. Aus diesem Grunde haben wir diesen Ratgeber vorbereitet. Es gibt keine weitere Chance. Wenn der jetzige Plan B nicht in Erfüllung geht, wird die gegenwärtige Dunkelheit nicht nur im ewigen Tod der Erdbewohner, sondern auch in der Auslöschung der unzähligen Wesen der himmlischen Reiche münden.[5] Dies ist die große Verantwortung. Um dieses Vermächtnis zu erhalten, müssen sich die Erben dieser Verantwortung stellen.

Die Gemeinde von Smyrna

Um zur Gemeinde von Smyrna zu gehören, müsste jemand – zusätzlich zur Umkehr von allen Sünden, die Jesus in Seinen Botschaften an die anderen Gemeinden tadelt – dem Rat der Botschaft an diese Gemeinde folgen. Der Rat an die Gemeinde von Smyrna lautet wie folgt:

Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste und der Letzte, welcher tot war und lebendig geworden ist: Ich weiß deine Werke und deine Trübsal und deine Armut (du bist aber reich), und die Lästerung von denen, die sagen, sie seien Juden und sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.  Fürchte nichts, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet Trübsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben! Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tod! (Offenbarung 2,8-11)

Zu allererst muss man verstehen, dass ihr großer Ratgeber – Jesus Christus, dessen Stellvertreter der Heilige Geist ist – tot war und wieder lebendig wurde. Das war eine Erfahrung, die Er durchlebte und versteht; und es ist für jeden der Gemeinde Smyrna wichtig, dies ebenfalls verstehen zu lernen und sich immer daran zu erinnern, dass Er diesen Weg vor uns beschritt. Er weiß, was die Gemeinde Smyrna erleben wird. Er weiß, wie einige von ihnen für Ihn gewirkt haben. Er kennt die Trübsal und die Armut, die manche Seelen in dieser Welt durchlebt haben, aber auch den Reichtum ihrer geistlichen Erfahrung mit Ihm. Wenn eine Person dieser geistlichen Gemeinde angehört, dann versichert ihr Jesus, dass Er sie kennt! Oh, was für ein Trost, im Gegensatz zu denen, die die Worte „…ich habe dich nie gekannt“ hören werden!

Indem wir, die Erblasser, diese Worte niederschreiben, können wir unsere Zusicherung geben, dass wir sie verstehen, weil wir uns sehr mit dieser Gemeinde identifizieren. Wir haben ebenfalls Werke getan, die zu LetzterCountdown.org und GutshofWeisseWolke.org geführt haben, die jeweils die erste und die zweite Zeitverkündigung darstellen. Im Laufe unserer Arbeit mussten auch wir in unserer Bewegung Trübsal und Armut in Bezug auf die Anzahl ihrer Mitglieder erleiden, was es sehr schwierig machte, unser Werk zu vollenden. Dennoch waren wir stets motiviert, den erhaltenen Reichtum der geistlichen Segnungen weiterzugeben. Er gab uns den Ansporn zu unserer Arbeit, trotz ihrer offensichtlichen Fruchtlosigkeit.

Jene, die sonst noch zur Gemeinde von Smyrna gehören, werden sich ebenfalls für Christus hingegeben haben; sie werden gearbeitet und geteilt haben, nur um dafür verfolgt worden zu sein und ohne eine Belohnung zu erhalten. Jesus aber kennt die Werke derer, die ihren Dienst unter Ihm verrichteten, um die grundlegendsten Bedürfnisse anderer durch ihr Opfer zu befriedigen!

Für uns war die Entscheidung, die uns letztlich dazu führte, dieses Vermächtnis zu hinterlassen, der Gipfel unserer Erfahrungen zwischen den beiden oben erwähnten Websites. Die Fertigstellung dieser Serie und die Unterzeichnung dieses Testaments mit unserem eigenen Blut – treu bis in den Tod – würde die Vollendung unserer Arbeit auf Erden darstellen.

Wir hatten auch sehr viel mit der Gemeinde Philadelphia im Zusammenhang mit der ersten Zeitverkündigung gemein, was aber nicht bedeutet, dass Philadelphia in jeder Hinsicht unser Typus im Kontext der zweiten Zeitverkündigung ist, wo der Glaube immer mehr zum Schauen kommt. Das Opfer Philadelphias stellte den großen Wendepunkt dar. Es wurde dargebracht, um uns die Gelegenheit zum Aufbau eines neuen Leibes von Gläubigen zu geben, und als solcher haben wir, die an dieser Entscheidung beteiligt waren, mit dem Herrn eine Mission des Heils begonnen, was auch immer sie uns kosten würde.

Im Unklaren darüber, was die folgenden Jahre bereithalten würden, legten wir alles auf den Opferaltar; selbst wenn es uns damals noch nicht bewusst war, dass dies auch das wertvolle Privileg beinhaltete, Jesus kommen zu sehen, ohne den Tod zu schmecken. Was in der alternativen Wirklichkeit der Fall gewesen wäre, wenn die Adventgemeinde treu geblieben wäre, muss nicht unbedingt auch jetzt der Fall sein. Unsere gegenwärtige Erfahrung deckt sich nun sehr viel mehr mit der der Gemeinde Smyrna und das möge zum Trost all derer dienen, die auch zu dieser Gemeinde gehören.

Die zehn Tage der Trübsal

Der Herr hat uns tiefe Einblicke über Seine Opferliebe gegeben. Dies wurde bei unserem letzten Abendmahl in Friedenszeiten persönlicher, wie wir es in Der letzte Elia beschrieben haben. Wir erkannten, dass die körperliche Verfolgung uns dicht auf den Fersen sein würde. Davon sind natürlich auch viele andere betroffen – vor allem jene, die in Ländern leben, in denen man in Bezug auf das Ehe-Gesetz Gottes nicht ohne Sanktionen seitens der Behörden die Wahrheit sagen kann.[6]

Zurückblickend auf das Frühjahr 2012, als unsere kleine internationale Gruppe nach Paraguay kam, um gemeinsam an unserem ersten Abendmahl teilzunehmen, war alles, was wir damals hatten, der Gerichtszyklus der Orion-Uhr und die Liste der Großen-Sabbate. Wir wussten fast nichts im Vergleich zu unserer heutigen Erkenntnis. Wir erwarteten die Feuerbälle, welche die letzten Ereignisse in Gang setzen sollten. Wir waren bereit, unsere Leben in diesem Feuerball-Ereignis niederzulegen, wenn das Gottes Wille gewesen wäre. Es stellte sich jedoch heraus, dass Er noch eine Menge Arbeit für uns hatte, wie du auf unseren Websites rückblickend lesen kannst. Das ist aber nicht mit der tatsächlichen Verfolgung durch die Handlanger dieser bösen Welt vergleichbar, wenn man verhaftet und gefoltert wird, nur um die von uns geschriebenen Dinge zu widerrufen oder schließlich getötet zu werden.

Am 27. Mai 2017, dem Jubiläum der Auferstehung Jesu Christi,[7] offenbarte uns der Herr, was uns als Seine Nachfolger bevorstehen könnte.

Gedenket an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht größer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie auch euch verfolgen; haben sie mein Wort befolgt, so werden sie auch das eurige befolgen. (Johannes 15,20)

Bruder Gerhard hat schon vor einiger Zeit über die letzten Märtyrer in Zwei Heere geschrieben und erneut erkennen wir, wie sehr uns der Herr in unseren vergangenen Studien und Bemühungen, alles aufzuzeichnen, geführt hat. Wir, die Erblasser, könnten die letzten Märtyrer sein, die in Zwei Heere erwähnt werden, aber nicht nur wir werden Verfolgung erleiden, sondern sie wird viele betreffen. Zur Verteidigung des Vaters müssen alle potentiellen Mitglieder der Gemeinde Smyrna bereit sein, alles zu geben – einschließlich ihrer Leben. Das ist die Voraussetzung, um zur Gemeinde Smyrna gehören zu können.

Das fünfte Siegel spricht von der Zahl der Märtyrer, die noch komplett werden muss:

Und es wurde einem jeden von ihnen ein weißes Kleid gegeben, und es wurde ihnen gesagt, daß sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis auch ihre Mitknechte und ihre Brüder vollendet wären, die auch sollten getötet werden, gleichwie sie. (Offenbarung 6,11)

Das heißt, es gibt eine bestimmte Anzahl von Märtyrern und auch ein bestimmtes Ende des Blutvergießens. Deshalb ist es so dringlich, noch vor dem 3. Juni 2018 in jeder Hinsicht zu bereuen, und sich entweder zur Gemeinde Smyrna und/oder Philadelphia rechnen zu lassen. Nach diesem Datum wird es nicht mehr möglich sein, die Seiten zu wechseln. Nach dem Lösen der vier Winde wird der Tod infolge des Weltkrieges große Ernte halten und die himmlische Datenaufzeichnung der beendeten Lebenswerke wird für immer schreibgeschützt, d.h. nicht mehr änderbar, sein.

In gewissem Sinne kann Smyrna mit Laodizea verglichen werden. Smyrna repräsentiert diejenigen, die das im Feuer geläuterte Gold samt der Augensalbe und der weißen Kleider TATSÄCHLICH gekauft haben, wodurch sie wahrhaftig reich geworden sind. Als solches stellt Smyrna diejenigen dar, die einen Glauben wie Gold haben, das im Feuer geläutert und gereinigt wurde. Das ist der Glaube, den wir an die Erben dieses Vermächtnisses weitergeben. Jeder Mensch muss diesen Glauben für sich selbst verinnerlichen (studieren) und diejenigen, die sich mit der Gemeinde Smyrna als Märtyrer identifizieren, müssen die Qualität ihres Glaubens erst beweisen, indem sie Folter und sogar den Tod ertragen, wodurch der Glaube geprüft und rein wird. Das ist das Unterpfand; es ist wertvoller als das Leben selbst, denn es schließt den Sieg über den Tod mit ein.

In einem anderen Sinne ist die Gemeinde von Smyrna auch mit der Gemeinde von Philadelphia verwandt. Beide werden mit der Synagoge Satans konfrontiert. Papst Franziskus ist Satan und diejenigen, die von sich behaupten, dass sie Juden sind, es aber nicht sind, sind die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten zusammen mit anderen ehemals protestantischen Kirchen, die alle von Papst Franziskus entführt wurden. Die Synagoge Satans verursacht der Gemeinde Smyrna große Trübsal, während zur Gemeinde Philadelphia gesagt wird:

Siehe, ich verschaffe, daß solche aus der Synagoge des Satans, die sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lügen, siehe, ich will sie dazu bringen, daß sie kommen und vor deinen Füßen niederfallen und erkennen, daß ich dich geliebt habe. (Offenbarung 3,9)

Dies zeichnet eine Trennlinie im Hinblick auf die Zeit. Smyrna repräsentiert, bezogen auf die Handlungslinie der Synagoge Satans, einen früheren Zeitpunkt als Philadelphia. Zuerst verfolgt die Synagoge Satans (speziell die Adventgemeinde) Gottes Volk in Smyrna, später jedoch erkennt sie die göttliche Gunst gegenüber Seinem Volk in Philadelphia an. Der Übergang könnte zum Zeitpunkt, an dem die Vollzahl der Märtyrer im fünften Siegel erreicht wird, stattfinden. Der Gipfelpunkt könnte also mit dem Tod der Erblasser dieses Vermächtnisses erreicht werden. In Plan A identifizierten wir uns mehr mit der Gemeinde von Philadelphia, als sich aber das Paradigma zur gegenwärtigen Realität hin verlagerte, fanden wir uns stattdessen in der Gemeinde Smyrna wieder und in dieser Realität kommt die Gemeinde von Philadelphia erst später.

Die Gemeinde von Smyrna ist der Typus für all jene, die – wie wir – Trübsal und Tod erwarten können. Falls sich jemand zu dieser Gruppe zählt, möchte er wahrscheinlich wissen, wie lange die Trübsal dauern wird. Hast du schon eine Idee? Im Brief an Smyrna sagt uns Jesus, wie lange die Leiden dauern werden.

Fürchte nichts, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet Trübsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben! (Offenbarung 2,10)

Einige von uns wird man also ins Gefängnis werfen und versuchen. Als die Autoren dieser Botschaft haben wir besondere Prüfungen zu erwarten. Unser Glaube wird geprüft werden und wir werden vor den Augen der Welt vor Gericht stehen. Wir werden vor Königen und Herrschern für unseren Glauben Rede und Antwort stehen müssen. In geringerem Maße wird das auch mit anderen aus der Gemeinde Smyrna geschehen.

Aber Jesus hat Worte des Trostes für diejenigen, die hart geprüft und verfolgt werden. Diese schwere Trübsal wird zehn Tage dauern. Es werden lange zehn Tage sein, aber es ist trotzdem beruhigend zu wissen, dass es ein festgesetztes Ende gibt. Es ist eine hohe Ehre, für Jesus zu leiden, aber wir sind nicht würdig, in der gleichen Weise oder gar über den gleichen Zeitraum wie Er zu leiden. Er hat nie gesündigt, wir aber sind in Sünde geboren, haben gegen jeden Punkt des Gesetzes verstoßen und haben uns deswegen auch mit dem ganzen Gesetz zu versöhnen. Jesus wurde in weniger als 24 Stunden festgenommen und getötet, aber da Zehn die Zahl des Gesetzes ist, stehen wir vor zehn Tagen der Trübsal. Durch unseren Glauben an Jesus müssen wir im Angesicht jeder Anschuldigung, die Satan gegen uns aufgrund des Gesetzes Gottes vorbringen kann, untadelig sein.

Hast du über den tieferen Sinn nachgedacht, warum Jesus uns am 27. Mai 2017 offenbarte, dass wir wie die Gemeinde von Smyrna treu bis in den Tod sein müssen? Könnte es sein, dass dieses Ereignis mit einem anderen Jubiläum, für das wir bereits ein Datum haben, verbunden ist?

Der Posaunenzyklus II[8] deutet bereits an, dass ein Jahr später ein äußerst wichtiges Ereignis nahe diesen Datums stattfinden wird. Es ist die sechste Posaune vom 3. Juni 2018, die das Jahr der Vergeltung,[9] das die Plagen der siebten Posaune umfasst, eröffnet.

Die sechste Posaune des Posaunenzyklus II wird das Gegenstück zu den Ereignissen sein, die mit der sechsten Posaune des Posaunenzyklus I verbunden sind, als wir uns in der heißen Phase der Erfüllung des Plans A befanden. Zu dieser Zeit stellte Bruder John, der letzte Elia, seine Karmel Herausforderung an dem dafür bestimmten Tag. Das Gegenstück zu dieser Herausforderung wird in der sechsten Posaune des Zyklus II zur Realität.

Ein äußerst kritischer Wendepunkt ist dann erreicht, wenn Jesus als unser Vermittler das Räuchergefäß von sich wirft und Seinen Fürsprachedienst einstellt. Wenn jemand von da an zur Besinnung kommt, muss er sehr vorsichtig sein, ja keinen Lichtstrahl vom Heiligen Geist abzulehnen, denn dann wird es keine Möglichkeit zur Umkehr und Reue mehr geben. Würde sich zu dieser Zeit eine Person vom Licht abwenden, wird sie in der ewigen Dunkelheit zurückbleiben. Darum geben wir dieses Erbe weiter, um den Weg der nach uns Kommenden zu erhellen, damit sie nicht in diesem alles entscheidenden Krieg zwischen Licht und Finsternis zu Fall kommen.

Kommen wir noch einmal zur Trübsal der Gemeinde Smyrna zurück. Wenn es tatsächlich einen Zusammenhang zwischen dem Tag der Offenbarung Gottes bezüglich dieses Lichts und dem Datum der sechsten Posaune ein Jahr später gibt, müssen wir verstehen lernen, warum es eine Diskrepanz von einigen Tagen zwischen dem Jahrestag der Auferstehung Christi und der sechsten Posaune selbst gibt. Könnte das etwas mit den zehn Tagen zu tun haben?

Wir wollen die obige Hypothese überprüfen, indem wir die zehn Tage bis hin zur sechsten Posaune auf einer Zeitlinie darstellen, um ein besseres Bild über die Reihenfolge der Ereignisse zu erhalten.

Zehn Tage

Erkennst du es? Die zehn Tage der Trübsal (inklusive) würden genau am Jahrestag des Leidens Jesu beginnen![10] Jetzt wird die ganze Bedeutung klar, warum uns der Herr auftrug, einen Abendmahlstisch während der Vorbereitung auf unser letztes Abendmahl in Friedenszeiten [11] zu besorgen. Der Tisch, aus zwei großen rustikalen Holzplatten gebildet, symbolisiert in der Tat unser Kreuz in der Weise, dass er an die beiden groben Balken eines Kreuzes erinnert. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird im kommenden Jahr – am Donnerstagabend des 24. Mai – der kleine Überrest das allerletzte Abendmahl dieser Weltzeit zur Erinnerung an den Herrn an diesem Tische zu sich nehmen. Dieses Jubiläum findet sogar am selben Wochentag wie im Kreuzigungsjahr statt. So war es auch im Jahr 2012, als unser Missionswerk als Gruppe begann.

Der Tisch unter den zwei Leuchtern Der Tisch wurde in unserem Tempel unter den beiden Kronleuchtern platziert. Sie sind Symbole für die beiden vor Gott stehenden Leuchter der Gemeinde von Smyrna und der Gemeinde von Philadelphia.

Das sind die zwei Ölbäume und die zwei Leuchter, die vor dem Herrn der Erde stehen. (Offenbarung 11,4)

Diese beiden Gemeinden sind es, die an diesem Testament beteiligt sind: die eine, die voranging, um dieses Vermächtnis zu hinterlassen und mit Blut zu unterzeichnen, und die andere, die aufersteht und es als Erbteil empfangen wird.

Erkennst du, wie das Wort Gottes sogar das finstere Schattental des Todes erhellt?

Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf grünen Auen und führt mich zu stillen Wassern. Er erquickt meine Seele, er führt mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trösten mich! Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du hast mein Haupt mit Öl gesalbt, mein Becher fließt über. Nur Güte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.  (Psalm 23)

In unserer schwersten Prüfung ermutigt uns Jesus. Er erinnert uns, dass Er diesen Weg vor uns gegangen ist. Wir schreiben diese Dinge im ersten Abschnitt unseres Testaments, damit die Erben dieses Vermächtnisses, die damit zu kämpfen haben, sich inmitten der Krise zurechtzufinden, ein wenig davon erfassen können, wer wir waren, die ihnen dieses Vermächtnis hinterlassen haben, und was es für uns und für sie bedeutet – aber vor allem, was es für Christus bedeutet!

Sodom und Ägypten

In prophetischer Hinsicht spricht die Offenbarung über das Smyrna unserer Erfahrung als von der Stadt, in der auch Er gelitten und gestorben ist:

Und ihre Leichname werden auf der Gasse der großen Stadt liegen, welche im geistlichen Sinne Sodom und Ägypten heißt, wo auch ihr Herr gekreuzigt worden ist. (Offenbarung 11,8)

Im nächsten Abschnitt dieses Testaments, der sich vornehmlich mit dem Thema der zwei Zeugen befasst, werden wir genauer darauf eingehen, aber jetzt soll es genügen zu erkennen, dass Jesus diesen Weg vor uns gegangen ist. Wir sprechen hier vom Weg unserer Erfahrung und nicht etwa von einer buchstäblichen Gasse in Jerusalem. Der Vers spricht von dem „geistlichen“ Sodom und Ägypten als den Ort, wo der Herr gekreuzigt wurde.

Indem Seine Boten festgenommen und getötet werden, wird die verantwortliche Stadt das Maß der Perversion von Sodom erreicht haben, welche die Engel des Herrn missbrauchen wollte, als sie auf eine Mission geschickt wurden, um Seelen zu retten. Sie wird die Gottlosigkeit von Ägypten erreicht haben, dessen Herrscher sagte: „Wer ist der HERR, dass ich seiner Stimme gehorche, um Israel gehen zu lassen? Ich kenne den HERRN nicht, noch werde ich Israel gehen lassen.“

Jesus, der für immer lebt, erinnert uns also daran, dass Er diesen Weg vor uns beschritten hat und für immer verherrlicht wird. Er wird bei uns sein und wird noch immer da sein, nachdem einige von uns gestorben sind. Er wird uns weder verlassen, noch im Stich lassen. Siehst du jetzt, warum es nicht am Jubiläum Seines Todes, sondern am Jahrestag Seiner Auferstehung war, als Er uns den Weg offenbarte, den wir beschreiten müssen? Wir werden darauf zurückkommen.

Der adventistische Bibelkommentar gibt ein wenig Einblick in die Motive des Feindes und auf welche Weise wir erwarten können, dass man uns in diesen zehn Tagen intensiver Trübsal „behandeln“ wird:

Zehn Tage. Dieser Ausdruck wurde auf zwei Arten verstanden. Auf der Grundlage des Jahr-Tag-Prinzips zur Berechnung von prophetischen Zeiträumen (vgl. Daniel 7,25) wurden sie als eine Periode von zehn buchstäblichen Jahren interpretiert und auf die Zeit der schwersten Verfolgung durch das römische Reich angewandt (303–313 n. Chr.); angefangen mit Diokletian und fortgesetzt durch seinen Mitkaiser und Nachfolger Galerius. Dies war ein Versuch, das Christentum durch Verbrennen der Schrift, Zerstörung von Gemeindegebäuden und dem Einkerkern der Leiter auszulöschen. Diese Herrscher glaubten, dass die Gemeinde zu solcher Kraft und Popularität im Reich angewachsen sei, dass, wenn das Christentum nicht umgehend ausgerottet werden würde, die traditionelle römische Lebensweise nicht mehr existierte und das Reich selbst zerfallen würde. Folglich erließen sie Gesetze zur Vernichtung der Gemeinde. Diokletians erstes Dekret gegen Christen wurde im Jahr 303 herausgegeben und verbot das Ausüben des Christentums im ganzen Reich.

Die Verfolgung begann in der Armee und verbreitete sich im ganzen Reich. Die römischen Behörden richteten ihren Terror gegen den christlichen Klerus, im Glauben, dass, wenn die Hirten entfernt würden, sich auch die Herde zerstreuen würde. Die Schrecken dieser Verfolgung werden vom Kirchenhistoriker Theodoret (Ecclesiastical History i. 6), der die Versammlung der Bischöfe der Kirche beim Konzil von Nicäa einige Jahre nach dem Ende der Verfolgung beschrieben hatte (325 n. Chr.), lebhaft dargestellt. Einige kamen ohne Augen, einige ohne Arme, die aus ihren Gelenken herausgerissen worden waren, und wieder andere waren körperlich auf verschiedene Weise schrecklich verstümmelt worden. Natürlich überlebten viele diese Zeit der Drangsal nicht. Im Jahr 313, zehn Jahre nach dem Beginn dieser Verfolgungen, veröffentlichten Konstantin und sein Mitkaiser Licinius ein Edikt, das den Christen (und allen anderen) die Freiheit gab, ihre Religion zu praktizieren.

Hier hast du einige Beispiele von den Auswirkungen einiger historischer Foltermethoden. Es wird auch deutlich, wer das Ziel der heftigsten Verfolgung sein wird: die Leiter. Sie wollen die Leiter aufgrund der Erwartung töten, dass sich der Rest danach zerstreuen wird. Man kann dies nicht schönreden. Es sieht sehr düster aus; die Erben werden sich zur Zeit, wenn sie erwachen und diese Zeilen lesen, ganz allein und ohne andere geistlich gesinnte Mitmenschen wiederfinden.

Unsere Besorgnis gilt vor allem ihnen. Die Situation für uns – so schrecklich sie auch sein mag – wird zumindest von der tröstlichen Gewissheit, eine ordnungsgemäß abgeschlossenen Aufgabe hinterlassen zu haben, gemildert:

Fürchte nichts, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird etliche von euch ins Gefängnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr werdet Trübsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so will ich dir die Krone des Lebens geben! (Offenbarung 2,10)

Diejenigen, die zur Gemeinde Smyrna gehören (wie wir), sind bis in den Tod getreu und werden die Krone des Lebens empfangen. Wenn wir treu sind, werden wir im Himmel sein. Das wird noch einmal betont:

Wer ein Ohr hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer überwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tod! (Offenbarung 2,11)

Wenn die Glieder der Gemeinde von Smyrna treu bis in den Tod sind, werden sie definitiv das ewige Leben erlangen. Wir haben unsere Leben auf den Altar gelegt und wenn wir bis ans Ende treu sind, werden wir danach immun gegen den zweiten Tod sein. Es wird für uns keine offenen Fragen geben. Unsere Prüfungen und Anfechtungen werden vorbei sein und wir werden uns nicht fragen müssen, ob unser Opfer ausreichend war oder ob unser ewiges Leben – das wir ebenfalls vorher auf den Altar gelegt hatten – noch zugunsten des Heilsplans aufgegeben werden muss. Wenn wir treu bis in den Tod sind, werden wir ewiges Leben für immer empfangen. Jesus ermutigt uns mit obigen Worten.

JEDOCH – und das ist ein großer Vorbehalt – diese Verheißung ist nur eine Garantie dafür, dass dann UNSER TEIL im Heilsplan getreulich abgeschlossen sein wird. Wenn der Große Kampf nicht zu Gunsten Gottes gewonnen wird, wird die Sünde und die Herrschaft Satans schließlich das ganze Universum überspannen und alles Leben auslöschen. Unsere Erben, die nach uns kommen, werden die Wucht der Krise meistern müssen, ohne irgendeinen Zusammenhang zu kennen oder die Zeit zu haben, sich auf ihren Part vorzubereiten. Deshalb geben wir unser Bestes, sie anzuleiten. Sie müssen ebenfalls Gott treu sein, um Seinen Namen zu rechtfertigen, koste es was es wolle. Sie werden die Letzten der letzten Generation sein.

Der Sonderfall

Wir wollen die Situation kurz zusammenfassen. Diejenigen, die an der Gipfelerfahrung am Berg Chiasmus teilnahmen, waren Mitglieder der Gemeinde von Philadelphia in der alternativen Realität von Plan A, aber der Wechsel auf Plan B versetzte sie aufgrund der Auswirkung ihrer Opferentscheidung in die Gemeinde von Smyrna der gegenwärtigen Realität. Gleichzeitig öffnete die neue Realität die Türen der Gemeinde von Philadelphia für eine neue Gruppe: diejenigen, die in Plan B als Ernte der zweiten Zeitverkündigung gerettet werden und bis zum Ende leben werden, um den Herrn in aller Ihm gebührenden Herrlichkeit zu empfangen. Diese neue Gruppe stellt die Ernte der Seelen als die Frucht des Opfers dar, welches auf dem Berg Chiasmus gebracht wurde

Die neue Möglichkeit der Ernte eröffnet sich im Posaunenzyklus der zweiten Zeitverkündigung. Die Aussicht auf die Ernte sieht jedoch immer noch sehr düster aus. Wir stehen einer Krise nach der anderen gegenüber. Gottes letztes treues Volk ist für die Schlachtung gezählt und die Ernte der Seelen ist am Erlahmen. Unter so schwerer Verfolgung ist es unwahrscheinlich, dass die Geernteten – so wenige wie sie sind – überhaupt überleben können. Die Gemeinde als schwangere Frau befindet sich nun im Vorgang der Geburt, kann aber kein lebendiges Kind gebären, da sie selbst im Sterben liegt (deshalb dieses Testament). Dies ist nicht nur eine Lebenskrise, sondern gleich mehrere gleichzeitig. Jesaja beschreibt es wie folgt:

Wie ein Weib, das schwanger und dem Gebären nahe ist, sich windet und vor Schmerzen schreit, so waren auch wir, HERR, vor deinem Angesicht: Wir waren schwanger, wanden uns in Schmerzen und gebaren gleichsam Wind; wir konnten dem Lande nicht Heil verschaffen, und es wurden keine Erdenbürger geboren.(Jesaja 26,17-18)

Begreifst du langsam, was das Opfer auf dem Berg Chiasmus mit sich bringt, als wir Gott um mehr Zeit baten, um eine Nation von Seelen zu gebären und noch vielen das Heil zu bringen? Unsere Erfahrung ist ähnlich der von Rahel, die versuchte, ihr zweites Kind zu gebären:

Geburtsschmerzen

und Jakob nannte den Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, Bethel. Darnach brachen sie von Bethel auf; und als sie nur noch ein Stück Weges bis Ephrata zu gehen hatten, gebar Rahel; und sie hatte eine schwere Geburt. Als ihr aber die Geburt so schwer fiel, sprach die Geburtshelferin: Fürchte dich nicht; du hast auch diesmal einen Sohn! Als ihr aber die Seele entschwand, weil sie am Sterben war, nannte sie seinen Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin. Und Rahel starb und ward begraben am Wege nach Ephrata, das ist Bethlehem. Und Jakob stellte eine Denksäule auf über ihrem Grab; das ist Rahels Grabmal geblieben bis auf diesen Tag. (1. Mose 35,15-20)

Wir sind der Überrest der Übrigen der reinen Frau aus Offenbarung 12 und versuchen, Kinder Gottes in einer vom Drachen beherrschten Welt hervorzubringen. In früheren Zeiten fand die Frau Ruhe in der Wüste, in die sie geflohen war, aber jetzt hat der Drache seinen schuppigen Schwanz um den ganzen Globus geschlungen. Vielleicht leben wird gerade lange genug, um zu wissen, dass wir gebären, aber nicht lange genug, um die Frucht unseres Leibes auch zu nähren.

Eine Lebenskrise ist „ein einschneidendes Ereignis, das den Status oder die Umstände einer Person – wie Geburt, Ehe, Scheidung, Tod des Ehegatten, Verlust des Arbeitsplatzes – ändert.“ [12] Viele solcher Ereignisse kommen jetzt im geistlichen Sinne zusammen! Die Bibel spricht von all diesen Dingen. Überall erlebt gerade jemand ein oder mehrere solcher Lebenskrisen – sogar Gott selbst.

Die ganze Welt ist in einer geistlichen Krise eingehüllt; sie hat Gott verlassen und das größte Licht der Wahrheit, das die Welt jemals gesehen hat, reicht immer noch nicht aus, um Seelen im geistlichen Sinne zu gebären. Und wenn jemand geboren wird, ist dieser bereits für die Schlachtung gezählt. Es steht eine fruchtlose Ernte bevor und sie zeigt, dass Gott das Ende Seiner Möglichkeiten, Seelen zu retten, erreicht hat. Dann ist der Punkt gekommen, an dem Jesus Seine Fürsprache einstellen kann, weil es einfach niemanden mehr gibt, für den man noch vermitteln könnte! Das ist das Ende. Das Licht der Welt ist erloschen. Das Ende der Barmherzigkeit ist nicht willkürlich – es ist das „natürliche“ Ergebnis der Beendigung der Bußfertigkeit unter den Menschen. Satan arbeitet daran, die letzten sich noch an Gott klammernden Menschen zu vernichten, und der Gipfel der Krise könnte im Tod der letzten Märtyrer erreicht werden, die dieses Vermächtnis hinterlassen.

Als die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten – die letzte Bastion des Protestantismus – kapitulierte und einstürzte, ging die Welt in den moralischen freien Fall über. Durch Schweigen und stillschweigende Zustimmung geriet diese Kirche immer mehr in Einklang mit der Welt, bis sie öffentlich das päpstliche Programm aufgriff und nun sogar selbst verkündigt. Sie steht nun vollends unter Satans Kontrolle – sie ist die Synagoge Satans, die fälschlich behauptet, das geistliche Israel zu sein. Was einmal Gottes Gemeinde der Übrigen war, ist jetzt nicht mehr – und es ist ihre Schuld, dass die Dunkelheit in der heutigen Welt überwiegt. Sie hätten ein (be)ständiges die Dunkelheit zerstreuendes Leuchtfeuer sein und das zweite Kommen Christi unter den weniger ungünstigen Umständen des Planes A einleiten sollen, aber wegen ihres schändlichen Verhaltens sind die Dinge nun so schlimm, wie sie sind.

Diese Zu- und Umstände werden für einige ein schrecklicher Schock sein, doch sei versichert, dass wir dich genau verstehen. Das bringt uns zurück zur offenen Tür der Gemeinde von Philadelphia, die als Ergebnis der Opferentscheidung auf dem Berg Chiasmus geöffnet wurde. Wenn wir im Kapitel des vorher erwähnten Textes von Jesaja weiterlesen, finden wir eine weitere Gruppe von Personen, die zu Philadelphia gehören kann:

Deine Toten werden aufleben, meine Leichen wieder erstehen. Wachet auf und jubelt, die ihr im Staube lieget! Denn ein Tau des Lichtes ist dein Tau; und die Erde wird die Schatten auswerfen. (Jesaja 26,19 Elberfelder)

Gott braucht eine Armee, aber die Welt ist finster geworden. Sie haben Seine Diener getötet; und das ist eine Tat, die eine gerechte und angemessene Antwort von Seiten Gottes verdient. Er ist vollkommen im Recht, die spezielle Auferstehung derjenigen geschehen zu lassen, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, so wie es Ellen White prophezeite:

Ein mächtiges Erdbeben fand statt. Die Gräber öffneten sich, und diejenigen, die im Glauben unter der dritten Engelsbotschaft gestorben waren, und den Sabbat gehalten hatten, kamen verherrlicht aus ihren staubigen Betten hervor, um den Friedensbund zu vernehmen, den Gott mit denen, die sein Gesetz gehalten hatten, machen wollte. {EG 278.2}

Dies wird auch durch die Szene des Tales der Verdorrten von Hesekiel 37 beschrieben:

Die Hand Jahwes kam über mich, und Jahwe führte mich im Geiste hinaus und ließ mich nieder mitten im Tale; und dieses war voll Gebeine. Und er führte mich ringsherum an ihnen vorüber; und siehe, es waren sehr viele auf der Fläche des Tales, und siehe, sie waren sehr verdorrt. (Hesekiel 37,1-2)

Hier ist nicht die Rede von einem kürzlich erfolgten Tod, sondern von Seelen, die vor sehr langer Zeit gestorben sind. Das ist der Punkt, an dem eine Person beginnen kann, die Frage zu beantworten, ob sie berechtigt ist, dieses Vermächtnis zu erhalten oder nicht, wenn sie ohne vorherige Kenntnis dieser Dinge gerade aus ihrem Todesschlaf erwacht ist. Manche werden auferstehen, um den Einen zu sehen, den sie durchbohrt haben, während andere aufgrund ihrer Treue während der Botschaft des dritten Engels zum Leben erweckt werden. Ellen White erzählte über eine Vision dieses Thema betreffend. Es ging dabei um eine verstorbene treue Schwester:

Ich sah, daß Deine Frau versiegelt wurde und auf Gottes Ruf hin auferstehen wird, um bei [original Englisch: „mit“] den 144.000 zu sein. Ich sah, daß wir um sie nicht zu trauern brauchen, weil sie in der Zeit der Trübsal ruhen wird. Der einzige Grund zur Trauer wäre der, daß sie nicht mehr in unserer Mitte sein kann. Mir wurde auch gezeigt, daß aus ihrem Tod Gutes erwachsen wird. {FG2 267.2}

Die vom Orion her vernehmbare Stimme Gottes wird einige der Toten schon etwas vor dem Kommen Jesu auferwecken. Dies ist die vor der Wiederkunft Jesus stattfindende spezielle Auferstehung. Die gerechten Toten aller vergangenen Zeitalter wird Jesus jedoch erst direkt bei Seiner Wiederkunft erwecken. Der Prophet Daniel sprach darüber wie folgt:

Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und Schande.  (Daniel 12,2)

Der adventistische Bibelkommentar erläutert die historisch-adventistische Position zu diesem Vers:

2. Sollen aufwachen. Dem zweiten Kommen Christi geht eine spezielle Auferstehung voraus. „Alle, die im Glauben an die Botschaft des dritten Engels gestorben sind“, werden zu dieser Zeit aufwachen. Darüber hinaus werden sowohl diejenigen, die Christi Kreuzigung mit Spott betrachteten, also auch solche, die sich am heftigsten gegen das Volk Gottes stellten, aus ihren Gräbern hervorgehen, um die Erfüllung der göttlichen Verheißung und den Triumph der Wahrheit mitzuerleben (vgl. GK 637; Offenbarung 1,7).[13]

Die spezielle Auferstehung ist jener Segen, der nach den Botschaften der drei Engel verkündet wurde:

Und ich hörte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Schreibe: Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der Geist, auf daß sie ruhen von ihren Mühen; ihre Werke aber folgen ihnen nach. (Offenbarung 14,13)

Dieser besondere Segen gilt den Gläubigen, die Teil der speziellen Auferstehung sind; ein Segen, mit dem Ellen White wiederholt die Hinterbliebenen ihrer Tage tröstete.

Nun kann ein Mensch seine Erbschaftsberechtigung selbst ermitteln. Wenn jemand nach einer unbekannten Anzahl von Jahren aus dem Schlaf des Todes erwacht, muss er lediglich sein Leben unter der dritten Engelsbotschaft verloren haben, während er immer noch getreulich den Sabbat und alle anderen der Zehn Gebote hielt, um sich als Erbe dieses Vermächtnisses zu qualifizieren. Wenn das der Fall ist, wird er in der Gemeinde von Philadelphia und in Gottes Armee willkommen geheißen und empfängt das Vermächtnis, das für ihn vorbereitet ist.

Die verdorrten Gebeine Natürlich ist dies ein bittersüßes Willkommen. Gott benötigt diese Menschen für Seine Armee, um der Macht des Feindes in der schlimmsten und dunkelsten Periode der Weltgeschichte zu widerstehen. Er hat für die Erben eine Bestimmung und eine Mission auf dieser Erde vorgesehen, die erfüllt werden müssen, bevor Er die himmlische Belohnung überbringen darf. Die Erfahrung der speziellen Auferstehung wäre weit angenehmer ausgefallen, wenn die Adventgemeinde mit Gott zusammengearbeitet hätte, aber jetzt hat die Lage ihren absoluten Tiefpunkt erreicht. Ungeachtet dessen, wie schlimm die Situation bereits aussehen mag, ist es doch noch weit ernster als angenommen. Der Große Kampf selbst befindet sich nun in der heikelsten Phase überhaupt; und sein Ausgang hängt von der Treue jedes einzelnen Erben als Soldat in der Armee Christi ab.

So weissagte ich, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Geist in sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Füße, ein sehr, sehr großes Heer. (Hesekiel 37,10)

Die Erben müssen ihre Verpflichtung, stark und treu durch das Jahr der Vergeltung und der Plagen ohne Fürsprache von oben zu gehen, erkennen. Sie müssen ihre Pflicht tun, indem sie dem Malzeichen des Tieres widerstehen und Gott treu bleiben. Ellen White beschrieb diese Krise wie folgt:

Als ich sah, was wir sein müssen, um die Herrlichkeit zu ererben, und dann sah, wie viel Jesus gelitten hat, um solch reines Erbe für uns zu erlangen, betete ich, daß wir in Christi Leiden getauft werden möchten, daß wir vor den Schwierigkeiten nicht zurückschrecken, sondern sie mit Geduld und Freude tragen und daran gedenken, was Jesu erduldet hat, damit wir durch seine Armut und seine Leiden reich werden möchten. Der Engel sagte: „Verleugnet euch selbst; ihr müßt rasch vorangehen.“ Manche von uns haben Zeit gehabt, die Wahrheit anzunehmen und Schritt für Schritt vorwärts zu gehen, und jeder Schritt den wir gemacht haben, hat uns Kraft zu dem nächsten gegeben. Aber nun ist die Zeit bald vollendet, und was wir in Jahren gelernt haben, müssen andere nun in einigen Monaten lernen. Sie haben vieles zu verlernen und vieles neu zu lernen. Diejenigen, die nicht das Malzeichen des Tieres und sein Bild annehmen wollen, wenn der Befehl ausgeht, müssen standhaft genug sein, jetzt zu sagen: „Nein, wir wollen die Einrichtung des Tieres nicht beachten.“ {EG 58.2}

Ja, die Schlacht ist heftig und darum müssen die Erben mutig sein! Gott benötigt sie in Seinem Dienst und hat für ihre Bedürfnisse durch dieses Vermächtnis, das wir für sie hinterlassen, vorgesorgt. In einem späteren Teil dieses Testaments wird erklärt, wie Er ihnen eine tägliche Ration des Heiligen Geistes zusichert, um sie durch diesen Ausnahmezustand zu bringen, und sogar eine doppelte Portion für den intensivsten Teil des Kampfes.

Es ist Zeit zu gehen

Jesus gab uns Sein Beispiel, indem Er Seine Jünger auf Seinen eigenen Tod vorbereitete. Alles begann mit der Ablehnung in Kapernaum, etwa ein Jahr vor Seiner Kreuzigung.

[Matthäus 16,]13. Jesus kam.Der Rückzug nach Caesarea Philippi fand wahrscheinlich in der Mitte des Sommers 30 n. Chr. statt, während des halben Jahres des Rückzugs aus dem öffentlichen Dienst, das Jesus in erster Linie zur Unterweisung Seiner Jünger nutzte. Diese Phase des Dienstes Christi erstreckte sich von Seiner Ablehnung in Kapernaum, über die Zeit des Passahs (siehe Johannes 6,66) im Frühling, bis hin zum Laubhüttenfest im Herbst (siehe Johannes 7,2).[14]

Ebenso begannen auch wir ein Jahr vorher zu verstehen, dass wir vielleicht in ähnlicher Weise leiden müssten. Etwas weniger als ein Jahr zuvor, begann Jesus offen mit Seinen Jüngern über Seinen Tod zu sprechen.

[Matthäus 16,]21. Von der Zeit an. Das Gespräch von V. 13-20 war eine passende Einleitung zu dem Thema, welches Jesus jetzt zum ersten Mal aufbrachte: Sein bevorstehendes Leiden, Tod und Auferstehung (siehe v. 13). Ob die Unterweisung und Konversation von V. 21-28 unmittelbar nach dem vorigen Abschnitt oder sehr kurz danach stattgefunden hat, ist nicht bekannt. Ein weiteres geringes Zeitintervall könnte zwischen V. 23 und 24 (siehe Markus 8,34, LJ 413) bestehen. Wie auch immer, es ist klar, dass alle Gespräche und Diskussionen, die in V. 14-28 aufgezeichnet wurden, in der Region von Caesarea Philippi stattfanden (siehe V. 13, vgl. DA 407, 415). Diese Begebenheit trug sich jetzt wohl in der letzten Hälfte des Sommers, 30 n. Chr. (siehe V. 13) zu.[15]

Durch die Veröffentlichung dieses Testaments – etwas weniger als ein Jahr vor unserem Martyrium – tun wir es Jesus gleich. Wir haben diese Schritte nicht selbst geplant, sondern der Herr hat uns geführt. Es gibt sogar noch einen weiteren Grund, warum Jesus uns am Jahrestag Seiner Auferstehung unser mögliches Schicksal offenbarte. Hast du schon erkannt, was das sein könnte?

Jesus möchte uns zeigen, dass wir erwarten dürfen, kurz nach unserem Tod wieder aufzuerstehen, so wie auch Er kurz nach Seinem Tode auferstanden ist. Er wird Seine treuen Diener nicht lange dem Tode überantworten. Dieser Umstand wird durch die Auferstehung und Himmelfahrt der beiden Zeugen aus Offenbarung 11 veranschaulicht. Jesus teilte uns am Jubiläumstag Seiner Auferstehung unser Schicksal mit, damit wir den positiven Aspekt unserer eigenen Auferstehung und Himmelfahrt erkennen könnten, und nicht durch die negative Erwartung unseres Todes entmutigt werden. Wo Schatten ist, da ist auch Licht. Der Tod ist wie ein tiefer Schlaf und der nächste bewusste Moment ist der Augenblick der Auferstehung.

Und nach drei Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des Lebens von Gott, und sie stellten sich auf ihre Füße; und eine große Furcht fiel auf die, die sie sahen. Und sie hörten eine große Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steigt herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke, und es sahen sie ihre Feinde. (Offenbarung 11,11-12)

Diese Erfahrung ist mit den vermenschlichten zwei Zeugen verknüpft und bezieht sich daher vermutlich auf diejenigen, die direkt mit dem Abfassen der Schriften zu tun haben. Aber dann könnte eine einzigartige und unmittelbare Auferstehung auf die treuen Diener Gottes, die dir dieses Vermächtnis hinterlassen, warten.

Kann das wirklich wahr sein? Wie können wir uns sicher sein? Hat Gott vom Himmel her gesprochen, um uns dessen zu versichern? Welches Zeichen zeigt Er? Wenn du die Elia-Zeichen gesehen hast, dann weißt du, dass es ein mit der sechsten Posaune verbundenes Zeichen im Himmel gibt, das bestätigt, wann diese Ereignisse, von denen wir hier sprechen, stattfinden werden. Es gibt aber weit mehr dazu zu sagen.

Erinnere dich daran, dass Bruder John in seiner Videoserie die mit den jetzt ertönenden Posaunen verbundenen Zeichen im Himmel vorstellte. Er zeigte, wie die Himmel durch ihre „Bewegungen“ verkünden, dass die sechste Posaune mit dem Niederwerfen des Räucherfasses und dem Schließen der Gnadenzeit einhergeht (42:05).

Indem er die Zeit rückwärts laufen lässt und gleichzeitig den Altar (Stier) und seine Umgebung beobachtet, zeigt Bruder John die himmlische Inszenierung des Orions als Jesus und Merkur als Räuchergefäß. Jesus füllt es mit dem Feuer des Altars, indem Merkur – während er durch die Konstellation des Stiers wandert – in Konjunktion mit der Sonne tritt. Am Ende stürzt der nun brennend heiße Planet als Räuchergefäß auf den Horizont der Erde. Was für ein Bild! Was für ein Gott, der diesen „Film“ am Himmelszelt aufführt, um Sein geschriebenes Wort am exakt vorhergesagten Datum zu begleiten.

Im Lichte der Smyrna-Erfahrung, der das Team des Missionswerks des Vierten Engels in Paraguay vermutlich entgegensieht, kann man erkennen, was es bedeutet, dass Jesus das Räucherfass niederwirft und Seinen Fürsprecherdienst beendet, und warum Er Seine priesterlichen Kleider ablegt und Seine königlichen Gewänder anzieht. Denn wenn die Welt die Grenze überschreitet und Seine Boten tötet, so wie die Juden damals den Stephanus steinigten, dann wird Er aufstehen und handeln.

Zu jener Zeit wird Michael aufstehen, der große Engelfürst, der für dein Volk einsteht. Denn es wird eine Zeit so großer Trübsal sein, wie sie nie gewesen ist, seitdem es Völker gibt, bis zu jener Zeit. Aber zu jener Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Buch geschrieben stehen. (Daniel 12,1)

Die Kehrseite der sechsten Posaune

Das Zeichen der sechsten Posaune birgt jedoch noch eine weitere, für uns und für die Erben sehr ermutigende Bedeutung. Das Zeichen des Fallenlassens des Räucherfasses war bei rückwärts laufender Zeit sichtbar, aber dasselbe Zeichen hält noch eine weitere Botschaft bereit, wenn man die gleiche Sequenz vorwärts ablaufen lässt.

Wir reden vom Planeten Merkur, von dem es heißt: „Er ist nach der römischen Gottheit Merkur, dem Götterboten, benannt.“ Für die Römer bedeutet der Name des Planeten also der Bote für „die Götter“, aber wir wissen, dass es nur einen wahren Gott gibt und John Scotram ist Sein Bote der Stunde. In einer gottgerechten Interpretation stellt Merkur daher Bruder John und seine neue Familie dar. Wenn wir die Geschichte am Himmel noch einmal in vorwärts ablaufender Zeit beobachteten, sehen wir Merkur – den Boten – von der Erde aufsteigen. Dies repräsentiert die „Himmelfahrt“ von Bruder John und seiner Missions-Familie, wie sie von der Innenstadt von Asunción (Spanisch für „Himmelfahrt“) aufsteigen. Merkur fährt auf und wandert durch die Konstellation des Stiers, also des Opfertiers, das für den Altar selbst und damit das vollendete Opfer steht. Nachdem sie treu bis in den Tod waren, wird ihnen das weiße Gewand der Sonne der Gerechtigkeit in Form eines Lichtgewands verliehen, wenn sich Merkur mit der Sonne vereint. Dann steigt Merkur weiter bis zur rechten Hand des Orion, der Jesus symbolisiert, auf! (Betrachte das obige Video noch einmal und achte diesmal auf den aufsteigenden Merkur!)

Somit ist das sechste Posaunenzeichen auch ein „Film“ am Firmament unserer Himmelfahrt und zeigt einmal mehr, dass sich unsere Leben in Jesu Hand befinden:

Und ich gebe ihnen das ewige Leben, und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reißen. (Johannes 10,28 )

Das erinnert an die Verheißung für Smyrna; für diejenigen, die treu bis in den Tod sind und bedeutet, dass sogar der Tod die sieben Sterne in Seiner Hand nicht aufhalten kann.

Das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten Hand, und der sieben goldenen Leuchter ist dies: Die sieben Sterne sind Engel [Boten] der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind sieben Gemeinden. (Offenbarung 1,20)

In diesem Sinne repräsentieren die sieben Sterne in Seiner Hand die sieben Menschen, die ihr ganzes Leben dem Werk gewidmet haben, die Botschaften zu verkünden, die im Himmel durch die sieben buchstäblichen Sterne des Orion dargestellt sind. Diese sieben Menschen haben den Kampf des Glaubens gegen ihre schlechten Charaktereigenschaften gekämpft und würden im Falle ihres Todes buchstäblich zu Jesus aufsteigen, wie es das sechste Posaunenzeichen zeigt, und wie es in Offenbarung 11 im Zusammenhang mit den beiden Zeugen prophezeit wird. Darauf wird im Abschnitt 2 noch genauer eingegangen.

Ist das nicht ein wunderbares und lebendiges Bild, das Gott ans Himmelszelt gesetzt hat? Jetzt weißt du, warum es heißt, dass die Himmel erschüttert werden sollen:

Indem die Menschen verschmachten vor Furcht und Erwartung der Dinge, die über den Erdkreis kommen, denn die Kräfte der Himmel werden erschüttert werden. (Lukas 21,26)

Wenn etwas erschüttert oder geschüttelt wird, dann bedeutet das, dass es hin- und her bewegt wird. Das sechste Posaunenzeichen beinhaltet eine Botschaft in beide Richtungen! Ellen White beschrieb die Erschütterung der Kräfte des Himmels wie folgt:

Am 16. Dezember 1848 gab mir der Herr eine Vision darüber, wie die Kräfte des Himmels bewegt werden. Ich sah, daß der Herr, wenn er bei den Zeichen, wie wir sie im Evangelium nach Matthäus, Markus und Lukas finden, „Himmel“ sagt, er Himmel meint, und wenn er „Erde“ sagt, er Erde meint. Die Kräfte des Himmels sind die Sonne, der Mond und die Sterne [oder Planeten, d.h. bewegliche Sterne]. Sie beherrschen die Himmel. Die Kräfte der Erde sind solche, die die Erde beherrschen. Die Kräfte des Himmels werden durch die Stimme Gottes bewegt werden. Dann werden Sonne, Mond und Sterne [Planeten] aus ihren Örtern bewegt werden. Sie werden nicht vergehen, aber sie werden durch die Stimme Gottes bewegt. {FS 31.1}

Jetzt weißt du auch, warum in Offenbarung 11,13[16] gesagt ist, dass die Übrigen den Gott des „Himmels“ verherrlichen werden – sie geben dem Gott, der den Himmel samt all dieser Zeichen und Wunder gemacht hat, die Ehre. Er hält die Welten in Seiner Hand und wird ebenso wird Er auch Seine sieben Boten für immer in Seiner Hand halten.

Wann immer und wie auch immer Gott dies zu tun gedenkt, die Himmelfahrt von Bruder John und seinem Team in Verbindung mit der sechsten Posaune des Posaunenzyklus II hängt mit der Karmel-Herausforderung und dem Opfer auf dem Altar zusammen. Das war die Zeit, als Bruder John die Adventgemeinde und die ganze christliche Welt bezüglich des Themas Ehe herausforderte. Jetzt wird diese Herausforderung beantwortet, indem sie Gottes Diener für ihre Stellungnahme gegen die gleichgeschlechtliche Ehe – und allem, was damit im Zusammenhang steht – töten werden. Dann werden die bewegten Zeichen am Himmelszelt schnell zu einer realen Erschütterung der Welt, weil sie ohne das sichere Fundament der Ehe im Bilde Gottes zu bröckeln beginnt.

Elias Himmelfahrt Der letzte Elia-Bote Gottes, der auch die Macht hat, den Regen – im Sinne des Spätregens – zurückzuhalten und wieder fallen zu lassen, wird sein Werk beendet haben und zum Himmel aufgefahren sein. Dann müssen diejenigen, die als Antitypen für „Elisa“ stehen, das Werk alleine mit der doppelten Portion[17] des Heiligen Geistes vollenden. Das wird geschehen, sobald die Botschaft des Vierten Engels in die Hände der geistlichen Erben übergeht. Sie wird denen zuteil, für die sich die Gemeinde Smyrna geopfert hat, also jenen, die aus dem Evangeliums-Samen des Blutes der letzten Märtyrer zum Leben kommen werden.

Neben der Auferstehung und/oder der Himmelfahrt Seiner Boten selbst, gab Gott auch allen, die für ihren Glauben an diese Botschaft sterben werden, eine Verheißung:

Und ich hörte eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig sind die Toten, die in dem Herrn sterben von nun an. Ja, der Geist spricht, dass sie ruhen von ihren Mühen; denn ihre Werke folgen ihnen nach. (Offenbarung 14,13)

Für uns ist klar, wie sich unsere Werke – unsere Schriften – nach uns auf die Erben dieses Vermächtnisses auswirken werden. Der Segen ist aber breiter gefächert und gilt allen, die im Glauben an diese Vierte Engelsbotschaft sterben werden.

Dieser Text ist grundsätzlich mit der ersten Zeitmarkierung auf der Orion-Uhr verknüpft. Wir haben eine klare Grundlage für das Verständnis des Textes, weil wir von Ellen White wissen, dass diejenigen an der speziellen Auferstehung teilhaben werden, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, was sich im Besonderen auf die Annahme der Sabbatwahrheit von 1846 bezieht und im Gerichts- bzw. Siegelzyklus der Orion-Uhr durch den ersten Stern Saiph markiert ist. Wie gesagt und von Ellen White prophezeit, werden diese auferstehen, um mit den 144.000 zu sein und in den letzten Augenblicken der Erdgeschichte Jesus kommen zu sehen.

Für die (wenigen), die unter der Botschaft des Vierten Engels sterben, muss jedoch ein etwas anders gearteter Segen gelten. Die Botschaft des Vierten Engels begann im Jahr 2010 mit der Veröffentlichung der Orion-Präsentation und ist seitdem ständig gewachsen. Wer im Glauben an diese Botschaft gestorben ist, wird einen entsprechenden Segen empfangen, ähnlich dem Segen derer, die im Glauben unter der dritten Engelsbotschaft starben.

Das schließt diejenigen nicht aus, die noch nichts von der Botschaft des Vierten Engels erfahren haben und seit 2010 gestorben sind oder noch sterben werden, vorausgesetzt, sie waren bzw. sind der Botschaft des dritten Engels treu. Sie fallen einfach unter die Kategorie derjenigen, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, weil die Zugehörigkeit auf ihrem individuellen Glauben basiert. Jeder der – während er auf der Höhe seines Glaubenslichtes lebte – starb, wird den seinem Glauben entsprechenden Segen empfangen; entweder die besondere Auferstehung für diejenigen, die der dritten Engelsbotschaft treu waren, oder einen anderen Segen für jene unter der Botschaft des Vierten Engels. Der Vers des Segens – Offenbarung 14,13 – umfasst beide Botschaften und ist somit auch für beide anzuwenden. Jedoch muss der Segen für diejenigen, die unter der Botschaft des Vierten Engels sterben, ein anderer sein...

Wenn man die Umstände der Auferstehung der beiden Zeugen mit den Geschehnissen, die den Tod und die Auferstehung Jesu begleiteten, vergleicht, kann man daraus folgern, dass diejenigen, die im Glauben unter der Botschaft des Vierten Engels gestorben sind, auferstehen und zusammen mit den Vertretern der zwei Zeugen selbst mit in den Himmel als eine andere Art von Erstlingsfrüchten aufsteigen werden – diesmal nicht wegen Jesu Werk, sondern wegen des menschlichen Teils des Werks durch die Botschaft des Vierten Engels. Dies wird unabhängig von der speziellen Auferstehung derjenigen stattfinden, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, da sie in einer anderen Beziehung zur Verheißung stehen. Stattdessen steht dieser Vorgang mehr im Zusammenhang mit der Auferstehung der beiden Zeugen und der Aufnahme Elias im Sturmwind, da die Bewegung des Vierten Engels die Elias-Bewegung darstellt. Bei der Erkundung dieses Themas wollen wir uns allerdings auf das beschränken, was deutlich offenbart worden ist und nicht darüber spekulieren, was zum Erfahrungsschatz einzelner Personen gehören wird. Die Zeit wird bald alles klarstellen, vorerst soll es aber genügen, dass die entsprechenden Verse zur Erbauung derer niedergeschrieben sind, denen die Verheißung auch gilt – also jenen beiden Gruppen, die jeweils unter der dritten und Vierten Engelsbotschaft sterben.

Natürlich sollte dies eine Ermutigung für diejenigen sein, die dem Tod unter der Vierten Engelsbotschaft gegenüberstehen, damit sie die Gewissheit haben dürfen, dass sie sehr bald bei Ihrem Herrn sein werden. Aber wir erläutern diese Dinge auch zur Ermutigung für alle, die zunächst noch auf der Erde verbleiben. Die Auferstehung und die Himmelfahrt der Boten des Vierten Engels wird als Bestätigung für die Gültigkeit und Wirksamkeit dieses Testament dienen und dafür, dass sie – dem Beispiel des „Vorläufers“ folgend – das Malzeichen des Tieres überwunden haben, genauso wie die Auferstehung Jesu den Sieg über das Grab, die Gewissheit des Heils und die am Ende erfolgende Auferstehung aller Gläubigen bedeutete. All jene, die danach kommen werden, können sicher sein, dass auch sie den Sieg über das Tier und sein Bild erlangen können.

Es hat aber auch Bedeutung für diejenigen, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind und an der speziellen Auferstehung teilnehmen werden. Die Botschaft vom Sieg Jesu über das Grab, wurde von anderen gepredigt, die auch auferstanden waren, aber nicht sofort aufgefahren sind. Die historische Auslegung des vorhin zitierten Verses von Jesaja 26 bezieht sich auf die Heiligen, die bei Christi Auferstehung aus ihren Gräbern stiegen, aber der Heilige Geist lehrte uns eine zweite Anwendung bezogen auf die spezielle Auferstehung, wie wir bereits erläutert haben. Die verbleibende Frage lautet: Wann soll die spezielle Auferstehung stattfinden?

Am 25. Mai 2017, dem Jubiläum der Kreuzigung Christi, ereignete sich hier in Paraguay ein sonderbares Erdbeben, das einen Fluss umleitete, wodurch viele Gräber geöffnet wurden.[18] Dieses unerklärliche Ereignis schattet die Öffnung der Gräber in der speziellen Auferstehung voraus, die ein Jahr später in Verbindung mit der zehntägigen Trübsal im Jahr 2018 geschehen soll. Wenn dies am Vorabend des Kreuzigungsjubiläums geschieht, dann haben wir möglicherweise sogar noch eine kurze Gelegenheit, uns vor unserer letzten Prüfung zu treffen und uns gegenseitig zu ermutigen, so wie Jesus von einem Engel im Garten Gethsemane vor Seinem Opfer gestärkt wurde. Sicherlich kennen wir nicht jedes Detail, aber die Schriften deuten zumindest darauf hin, dass die spezielle Auferstehung mit den zehn Tagen des Leidens und des Todes der Gemeinde Smyrna in Verbindung stehen könnte.

Hiermit konnte das langjährige Geheimnis, wer zu den 144.000 gehört, gelöst werden. Es sind die erlösten Heiligen, die untadelig vor Gott stehen und bis zur Wiederkunft Jesu auf Erden leben werden. Wegen der freien Plätze der nicht im Zeugenstand erschienen Siebenten-Tags-Adventisten dieser Generation müssen die Gerechten, die im Glauben unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, nun wieder auferstehen, um die Reihen der Armee Gottes aufzufüllen. Weder die Heilige Schrift noch der Geist der Weissagung sprechen davon, dass die 144.000 niemals den Tod schmecken werden! Es heißt nur, dass sie auf der Erde leben, wenn Jesus kommt. Sie sind die „lebenden Heiligen“ zur Zeit Seines Kommens. Tatsache ist, dass der Geist der Weissagung eindeutige Beispiele einiger Personen, die im Glauben unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind, anführt, die dennoch zusammen „mit den 144.000“ stehen werden, wie beispielsweise Ellen White selbst.

Dies löst auch das Geheimnis über den Zweck der speziellen Auferstehung, wofür auch die Treuhänder von Ellen G. White – außer einer spekulativen Begründung – keine solide Antwort parat haben.[19] Aber jetzt kann man klar verstehen, wie der letzte Elia das Herz der Väter zu den Kindern und das Herz der Kinder zu den Vätern wendet – selbst wenn es keine formbaren Herzen mehr gibt. Es geschieht durch die spezielle Auferstehung. Die katastrophalen Umstände erfordern, dass die Treue der Väter, der Pioniere, dieser Generation gezeigt wird und die in diese Bewegung hineingeborenen Kinder stellen jene dar, die im Glauben in dieser letzten Generation wandeln. Jene werden die einzigen sein, die geeignet und in der Lage sind, dieses Vermächtnis zu empfangen und sich die Vermögenswerte entsprechend ihrem gegenwärtigen Bedarf anzueignen.

Zum Abschluss des ersten Abschnitts lasst uns die Erbschaftsvoraussetzungen noch einmal zusammenfassen. Grundsätzlich fällt jeder in eine der folgenden Kategorien:

  • Die Gerechten unter denen, die an der speziellen Auferstehung teilhaben (d. h. diejenigen, die unter der dritten Engelsbotschaft gestorben sind), sind erbschaftsberechtigt und werden die Mehrheit der überlebenden Erben dieses Vermächtnisses ausmachen.

  • Diejenigen, die glauben und weiterhin treu unter der Botschaft des Vierten Engels leben, sind ebenfalls berechtigte Erben, auch wenn sie nicht Teil der speziellen Auferstehung sind.

  • Diejenigen, die glauben und unter der Botschaft des Vierten Engels sterben (als Märtyrer oder anderweitig Treue), sind nach den Bestimmungen dieses Vermächtnisses Berechtigte, so lange sie leben.

  • Alle anderen sind keine Berechtigten.

  • Die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und diejenigen, die sich weigern, sie zu verlassen, sind ausdrücklich, auf Gottes Anordnung hin, enterbt.

Jegliche Buße (anwendbar auf diejenigen, die nicht Teil der speziellen Auferstehung sind) muss unverzüglich und vor dem 3. Juni 2018 erfolgen. Jene, welche durch Gott verworfen wurden und die bereits den Heiligen Geist betrübt und vertrieben haben (d. h. die Kirche der Siebenten-Tags-Adventisten und diejenigen, die sich weigern, sie zu verlassen, also die Synagoge Satans), werden durch dieses Testament ausdrücklich enterbt.

Wir hoffen, dass durch diesen ersten Abschnitt unseres Testaments den beteiligten Parteien die ersten Ratschläge zuteilwurden, die sie zur Bewältigung ihrer aktuellen Lebenskrise benötigen. Wir hoffen auch die Verantwortung der Erben deutlich gemacht zu haben, Gott inmitten der tragischen Umstände der bestehenden Situation in Bezug auf den großen Kampf zu ehren. Dieser erste Abschnitt hat das Thema eröffnet, die Umstände erklärt, den Leser auf das Vermächtnis aufmerksam gemacht, die Erblasser identifiziert, die Erben klassifiziert und anfängliche Anweisungen über das letzte Werk für Gott auf Erden gegeben.

Diejenigen, die als Erben Teil an diesem Vermächtnis haben, mögen nun bitte den nächsten Umschlag öffnen, der das Testament selbst beinhaltet.

2.
Die Gipfelerfahrung ist in der vierteiligen Serie mit dem Titel Das Opfer von Philadelphia dokumentiert und der Berg Chiasmus wird in Die sieben mageren Jahre, dem letzten Teil dieser Serie, definiert. 
3.
Bitte lies die offizielle Erklärung, die wir am Gipfel abgaben, damit du die damalige Situation richtig verstehst. 
4.
Für ein tieferes Verständnis des Siegels, bitte Die Stunde der Wahrheit lesen. 
5.
Siehe Unsere hohe Berufung, um die Konsequenzen eines möglichen Scheiterns zu verstehen. 
6.
8.
Dies ist der Zyklus der sieben letzten Posaunen der Offenbarung nach dem Zeitplan von Plan B. Dieser wurde ausführlich in Die sieben mageren Jahre beschrieben. 
9.
Das Jahr der Vergeltung wurde in einem späteren Teil Die Elia-Verheißung vorgestellt. 
10.
Siehe die Serie Vollmond in Gethsemane
11.
Der Abendmahlstisch wurde im ersten Teil von Bruder Johns Predigt Zeichen im Himmel erwähnt. 
12.
Aus Dictionary.com (Übersetzt) 
13.
Nichol, F. D. (1978; 2002). Der Bibelkommentar der Siebenten-Tags-Adventisten, Band 4 (878). Review and Herald Publishing Association. 
14.
Nichol, F. D. (1978; 2002). Der Bibelkommentar der Siebenten-Tags-Adventisten, Band 5 (428). Review and Herald Publishing Association. 
15.
Nichol, F. D. (1978; 2002). Der Bibelkommentar der Siebenten-Tags-Adventisten, Band 5 (433). Review and Herald Publishing Association. 
16.
Offenbarung 11,13 – Und zur selben Stunde entstand ein großes Erdbeben, und der zehnte Teil der Stadt fiel; und es wurden in dem Erdbeben siebentausend Menschen getötet, und die übrigen wurden voll Furcht und gaben dem Gott des Himmels die Ehre. 
17.
Die doppelte Portion wird im dritten Abschnitt dieses Testaments erklärt. 
19.
Ellen G. White Estate: Die spezielle Auferstehung [Englisch] 
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